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Preview: Panzercorps

Remakes erfolgreicher Klassiker werden oftmals mit einer von zwei Einschätzungen bedacht. Entweder wird bemängelt, dass die Ähnlichkeit zwischen Original und Remake zu gering ist, es sich also um eine lustlose Kopie handelt, oder es wird beklagt, dass die Ähnlichkeit zwischen Original und Remake zu groß ist, es sich also gar nicht um ein Remake handele.


Auf den ersten Blick gelingt es The Lordz Games (Entwickler) und Slitherine (Publisher), sich geschickt auf dem dünnen Grat zwischen diesen beiden Fettnäpfchen zu wandeln. Panzercorps fühlt sich schon ab der ersten Minute wie die Vorlage Panzergeneral an. Bedienung und Spiellogik ähneln dem Originalspiel so sehr, dass man sich, wenn man dieses kennt, direkt auf das Schlachtfeld begeben kann. Neueinsteiger werden hingegen durch ein kontextsensitives Tutoriums-Nachrichten System in das Spiel eingeführt.


Dennoch handelt es sich nicht um eine einfache Kopie, denn an vielen kleinen Details wird deutlich, dass die Entwickler das Bemühen hatten, die Handhabbarkeit des Originals zu verbessern, ohne das authentische Spielerleben zu beeinträchtigen. So wird beispielsweise für jede Einheit per kleinem Icon getrennt angezeigt, ob sie schon bewegt wurde und/oder schon ein Gefecht hatte. Auf der strategischen Übersichtsseite werden nicht nur die Positionen der Einheiten angezeigt, sondern auch deren Typ. Des Weiteren werden auf der Übersichtskarte auch Hexfelder mit Städten und Flugplätzen farblich gekennzeichnet, wobei Zielfelder noch einmal gesondert markiert werden.


Neben solchen kleinen und in der Regel feinen Verbesserungen (die Liste ist noch länger) gibt es aber auch die eine oder andere deutliche Veränderung im Vergleich zu Panzergeneral. Eine davon ist der Verzicht auf die automatische Auffüllung der Kerneinheiten zwischen den Szenarien einer Kampagne. In Zukunft wird man entscheiden müssen, ob man seine Einheiten zu Beginn eines Szenarios mit kostenlosem Ersatz ohne Erfahrung, mit teuren Elitetruppen, oder gar nicht auffrischt.Des Weiteren wurde augenscheinlich sehr viel Energie und Fleiß in die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes investiert, was aber angesichts der Geschichte des Studios The Lordz Games wenig überraschend ist. Die Einheitengrafiken sind sehr detailreich und Gefechte werden durch liebevolle Animationen untermalt. Leider ist der farbliche Kontrast zwischen Einheiten und Terrain recht gering, so dass man durchaus schon mal eine Einheit übersehen kann.


Eine bemerkenswerte Neuerung ist auch die Verwendung von Slitherines neuer Multiplayer-Plattform. Die Kombination aus diesem komfortablen Mehrspieler-System und dem im Spiel enthaltenen Editor  könnten Panzercorps das Potential zu einem wirklich großen Mehrspieler-Titel verleihen und durchaus die Multiplayer-Szene der Panzergeneral-Serie reaktivieren.

Erfreulich ist auch, dass die sich Preview-Version des Spiels – es handelt sich um eine späte Beta-Version – schon sehr komplett spielt. So finden sich weder Bugs, noch offene Baustellen, was auf eine saubere und stabile Releaseversion hoffen lässt.


Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es auf den ersten Blick so aussieht, als hätten The Lordz Games und Slitherine alles richtig gemacht, denn Panzercorps scheint die Stärken des Originals mit modernen Annehmlichkeiten zu verbinden. Ob dieser erste Eindruck auch einem strengeren Blick standhält, wird demnächst in einem ausführlichen Test zu klären sein.

Einige Screenshots, zu sehen bei Matrixgames

http://www.matrixgames.com/products/399/screenshots/Panzer.Corps.

 

Geschrieben von: dooya am 26.06.2011
Wertung: 





  
     

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